Die ganze Welt auf
einem Berg

Der Himmelsfels in Spangenberg
wartet auf seine Bewohner.

Mitten im Herzen Deutschlands steht ein Berg mit einer erstaunlichen Geschichte: Vor 25 Jahren fand sich an seiner Stelle nur ein großes, tiefes Loch, das jeder gerne als Müllhalde benutzt hat. Ein alter Kalksteinbruch hatte ausgedient und zurück geblieben war ein toter Fleck Erde, ein Krater mit dem passenden Namen „Galgenberg“. Doch dieser Ort sollte kein trauriges Niemandsland bleiben, sondern ein Heimatort für alle Welt werden.

Ein junges Ehepaar hat das erkannt. Aus einer leisen Hoffnung wurde ein langer Weg. Mühsam bauten sie mit Tonnen von Bauschutt den Berg von unten an Schicht für Schicht neu auf. Sie legten Wege an, pflanzten Bäume, stellten Bänke auf und die Halde wurde zum Park. Nach 25 Jahren waren sie am Ziel. Werner Pfetzing stellte das Gipfelkreuz auf. Doch nur zwei Wochen später starb er plötzlich und wieder schien der Ort sein Leben zu verlieren. Aber längst war aus dem Galgenberg ein Himmelsfels geworden.

Der lange Weg des Ehepaars, dass in vielen Jahren der Erde ein kleines Stück neue Heimat abgerungen hat, traf auf unseren Weg zu den Heimatsuchenden in unserer Nachbarschaft. Frau Pfetzing machte den Berg zur Stiftung und verschenkte ihn ihren Geschwistern aus aller Welt. Sie sind ihr nah, weil sie in unserem Land Heimat suchen und dabei nicht selten auf harten Grund stoßen.

Heute wird der Himmelsfels zum eigenen Kunstpark.
Menschen aus aller Welt, Künstler und Arbeitssuchende aus Spangenberg gestalten ihn und machen ihn zur Heimat für alle Welt.